Foodblogs und ihre besten Rezepte – Kulinarische Momentaufnahmen

Hädecke3775006613Taschenbuch160Kulinarische Momentaufnahmen – Ariane Bille: Foodblogs und ihre besten Rezepte, 2013 Hädecke, Weil der Stadt Dieses Buch war schon sehr lange überfällig. Die großen Kochbuch-Verlage haben zwar inzwischen so manche Kochbücher mit Food-Bloggern erstellt, aber ein Buch über die gesamte Szene gab es bisher nicht, und ein kleiner privat geführter Verlag hat es nun dankenswerterweise […]
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Veröffentlicht: 18.10.2013
Taschenbuch, 160 Seiten
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Kulinarische Momentaufnahmen – Ariane Bille: Foodblogs und ihre besten Rezepte, 2013 Hädecke, Weil der Stadt

Dieses Buch war schon sehr lange überfällig. Die großen Kochbuch-Verlage haben zwar inzwischen so manche Kochbücher mit Food-Bloggern erstellt, aber ein Buch über die gesamte Szene gab es bisher nicht, und ein kleiner privat geführter Verlag hat es nun dankenswerterweise gewagt. Jahrelang sind Foodblogs gewuchert wie Pilzmyzel unter der Erde, bis etliche von ihnen auf einmal einen grandiosen Durchbruch erlebten. Einige haben bemerkenswerte Koch- oder Backbücher verfasst. Zwölf bereits in der Szene recht arrivierte Bloggerinnen und Blogger hat Ariane Bille porträtiert.

Die Autorin ist selber Foodbloggerin, aber ihr Geld verdient sie mit Büchern, ihren Foodfotos, und als Designerin. Dieses Kochbuch ist erstens gründlich recherchiert und zweitens gestalterisch exzellent gemacht!

Die Vorstellung der Blogs

Zu den Eigenschaften der Blogs und ihren Betreibern schreibt Ariane Bille: „So bunt und vielfältig wie eine gut sortierte Kochbuchhandlung präsentiert sich auch die Welt der Foodblogs. Und genauso unterschiedlich sind auch ihre Autorinnen und Autoren: einige verabreden sich zu virtuellen Blogenvents und kochen gemeinsam zu vorgegebenen Themen. Sie reisen in ferne Länder, testen exotische Spezialitäten oder berichten von Restaurantbesuchen. Andere betreiben das Foodbloggen eher missionarisch, hinterfragen die Produktionsmethoden der Lebensmittelindustrie und setzen sich für einen korrekten Umgang mit unseren Nahrungsmitteln ein.“

Jedem Blog ist ein Kapitel gewidmet, und jeder wird in einer anderen Seitenfarbe präsentiert. Das ist schon mal ein schönes Gestaltungsmerkmal dieses Buches. Es beginnt mit dem Schweizer Robert Sprenger und seinem Blog „lamiacucina“. Mit ihm – und ebenso mit den anderen elf Bloggern – hat Ariane Bille ein über zwei Seiten gehendes Interview geführt. Dann folgen vier Gerichte mit den Rezepten, nebst einigen eindrucksvollen Fotos davon. Hier sind es die „Basler Fastenwähen“, ein „Tafelspitz in Gelee mit Bagnét Verde“, „Gnocchetti“ und ein „Caramel-Panna-Cotta mit Pomeranzen-Mandarin-Sauce“. Zuletzt führt Robert Sprenger auch noch seine zwölf Lieblings-Foodblogs an.

Die Rezepte der Bloggerinnen und Blogger

Die Rezepte sind ungemein vielfältig. Etliche sind von bekannten Vorbildern übernommen und ein wenig „aufgepeppt“, wie beispielsweise das „Mandarinen Espuma” mit Cointreau, oder ein „Rinderfilet mit Meerrettichcreme“ mit Rotwein, oder auch die „Schwarzwurzeln mit Rotwein-Butter-Sauce“ mit Wermut. Einige Rezepte erfordern schon etwas mehr küchentechnisches Geschick, wie beispielsweise der bereits erwähnte Tafelspitz in Gelee oder die „Lammbratwürste mit glasiertem Wurzelgemüse“. Andere beleben regionale Spezialitäten aus europäischen Ländern, wozu sicherlich das piemontesische „Tonno di Coniglio“ und die polnischen Piroggen gehören. Es wäre verfehlt, in einem solchen Kochbuch spezielle Rezepte aus der Sterneküche zu erwarten. Den meisten Autoren geht es zuerst um die Leidenschaft fürs Kochen. Bis auf eine Ausnahme haben sie sich ihre Fertigkeiten autodidaktisch erworben und kennen die Haute Cuisine kaum. Insofern zeigt dieses Kochbuch die Vielfalt des Foodbloggens und auch seine Grenzen.

BuchGourmet Bewertung: ****

Rezepte: ***