Der Metternich 2013 / 2014

Tre Torri3941641778Gebundene Ausgabe592Der Titel des Buches ist keine Verwechslung. Er bezieht sich auf die gleichnamig weitverbreitete Sektmarke. Aber ob dies ein sinnvolles Sponsoring ist oder nicht, entscheide nicht ich, sondern der Erfolg des Taschenbuches. Und da dieses bereits seit dreißig Jahren erscheint, geht sein Erfolg geht nicht auf seinen Titel sondern auf seinen Inhalt zurück. Auf fünfhundert […]
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Veröffentlicht: 21.02.2013
Gebundene Ausgabe, 592 Seiten
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Der Titel des Buches ist keine Verwechslung. Er bezieht sich auf die gleichnamig weitverbreitete Sektmarke. Aber ob dies ein sinnvolles Sponsoring ist oder nicht, entscheide nicht ich, sondern der Erfolg des Taschenbuches.

Und da dieses bereits seit dreißig Jahren erscheint, geht sein Erfolg geht nicht auf seinen Titel sondern auf seinen Inhalt zurück. Auf fünfhundert eng- und kleinbedruckten Seiten werden die Schwerpunkte der Weinkarten der wichtigsten deutschen Restaurants und zahlreicher Weinbars vorgestellt. Einige herausragende Weine – sehr günstige und sehr teure – werden dabei gesondert hervorgehoben.

Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, dass viele Gäste ein Restaurant an Hand einer dieser beschriebenen Weinkarten aussuchen. Wenn sie jedoch eine Lokalität fest im Blick haben, können sie sich in “Der Metternich” vorab über deren Weinangebot informieren. Mindestens ist dies eine einzigartige Dienstleistung in Deutschland.

Für Weinfreaks ist die Situation allerdings weitaus komfortabler. Sie müssen nicht unbedingt alle Kredenzen im eigenen Keller vorrätig haben. Hier können sie sich vorab informieren, welche der von ihnen präferierten Regionen und Güter und sogar Jahrgänge in den Kellern der Restaurants auf sie warten. Jedes Lokal wird mit seinen wichtigsten Koordinaten vorgestellt und jede Weinkarte nach einen sechsstufigen System bewertet.

Auch kleinere, kaum überregional bekannte Lokale kommen dabei völlig zu Recht sehr gut weg, wie z.B. das Wein am Rhein in Köln mit seiner exzellenten Sommlière Melanie Panitzke.

Der Inhaber des Tre Torri Verlages, Rolf Frenzel, war einst selber ein bekannter und prämierter Sommelier. Als Verleger hochwertiger Koch- und Weinbücher knüpft er an seine früheren Erfahrungen an. Er hatte den Mut, diesen ungewöhnlichen Weinführer aufzulegen, und dafür mit Stefan Quante immerhin einen durch seine kulinarischen Reportagen im WDR recht bekannten Journalisten für die Texte der Restaurants zu gewinnen. Das zeigt sich dann auch in der Qualität der Texte.

Eine Frage bleibt zuletzt: Hat der Herausgeber (Thomas Schröder) und haben die beiden Textautoren (für die Weinbars Till Ehrlich) tatsächlich die Weinkarten in allen angeführten Restaurants und Bars durchforstet?