Der kleine Johnson Weinführer 2012

Gräfe und Unzer3833823003Gebundene Ausgabe448Hugh Johnson:  Der Kleine Johnson – Weinführer 2012  –  Auch die 36. Auflage bringt Neues Würde dieses Büchlein heute in der 25. Ausgabe vorliegen oder sogar schon in der 50., dann wäre es keine Frage, dass eine gesondert hervorgehobene Besprechung unbedingt erforderlich wäre. Ein Jubiläum macht sich immer gut, um Einflüsse aufzuzeigen oder den Autor […]
Autor:
Veröffentlicht: 01.09.2011
Gebundene Ausgabe, 448 Seiten
Auch verfügbar als: Gebundene Ausgabe, Gebundene Ausgabe, Gebundene Ausgabe
24 Bewertungen mit 4.0 von 5 Sternen
6 Neu ab 4,50
14 Gebraucht ab 0,01
Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
19,90
Listenpreis
jetzt bei Amazon kaufen
Unsere Buchvorstellung

Hugh Johnson:  Der Kleine Johnson – Weinführer 2012  –  Auch die 36. Auflage bringt Neues

Würde dieses Büchlein heute in der 25. Ausgabe vorliegen oder sogar schon in der 50., dann wäre es keine Frage, dass eine gesondert hervorgehobene Besprechung unbedingt erforderlich wäre. Ein Jubiläum macht sich immer gut, um Einflüsse aufzuzeigen oder den Autor und seine Arbeit besonders zu würdigen, indessen hört sich die 36. Ausgabe so ziemlich profan an. Was soll diese schon Besonderes hergeben können! Genau dies dachte ich, als ich das Büchlein in die Hand nahm. Es liegt bereits einige Jahre zurück, in denen ich es regelmäßig erwarb, um es bei meinen Reisen in die verschiedenen Urlaubsregionen einzusetzen. Es war recht einfach handhabbar, um schnell zu erfahren wie der Winzer und seine Weine von einem der bekanntesten Weintester eingeschätzt werden.

 

Es bleibt dabei: Trotz mancher Mängel ist Der Kleine Johnson immer noch der praktikabelste Weinführer!

Es ist unbestritten, dass es so einige nicht von der Hand zu weisende Einwände gegen diesen Weinführer gibt, allerdings gelten diese ebenso für ähnliche andere  Weinführer. Hugh Johnson bereist nicht jedes Jahr alle Weinregionen der Erde. Und genauso wenig hat er persönlich alle in seinem Führer bewerteten Weine selber verkostet. Dies erledigen Mitarbeiter, die er jedoch in diesem Buch nicht nennt. Zudem behandelt er einige Länder doch arg oberflächlich, wie beispielsweise die der der ehemaligen Sowjetunion. Auch finde ich, dass einige Bewertungen doch ziemlich hinter dem internationalen Erkenntnisstandard hinterher hinken, wie beispielsweise die über Klaus-Peter Keller, dessen Weine zwar seit Jahren ein enormes internationales Ansehen genießen, in diesem Buch jedoch keinen hervorgehobenen Stellenwert einnehmen, und dessen Top-Weine bedauerlicherweise sogar noch nicht einmal angeführt werden. Ich gestehe jedoch gern, dass nur wenige Leser in der Lage sein werden, bei der Benutzung des Buches jeden kritischen Punkt selber festzustellen. Die Vorteile des Buches wiegen die hier angeführten Einwände bei weitem auf! Für den typischen Käufer ist es nämlich ein höchst praktisches Buch. Es gibt einfach keinen anderen Weinführer in Taschenbuchformat mit derartig komprimiert vielen Informationen. Vor allem wird sich kein spezielles Thema über den Wein finden lassen, zu welchem Der Kleine Johnson nicht eine Aussage liefert. Zudem sind diese recht bequem und schnell zu finden, und sie erfolgen in konzentrierter Form. Ein derartiger Vorteil ist nicht zu übertreffen. Unbedingt empfehle ich sein Vorwort zu lesen, und sich davon nicht durch die kleine Schrift abhalten zu lassen. Darin gibt Hugh Johnson zahlreiche seiner Erfahrungen aus der Beschäftigung mit dem Wein, den Winzern und auch dem Konsumenten wieder. Seine Bücher schreibt er nicht für den Wein-Freak sondern für den alltäglichen Wein-Genießer. Das ist es, was das Buch auch in seinem 36. Erscheinungsjahr lesbar macht.

Hugh Johnson: Der Kleine Johnson – Weinführer 2012, Hallwag 2012, München